Kulturlandschaftsinitiative
St. Wendeler Land e.V.

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Wo Geschichte lebendig wird

Auftaktveranstaltung zum Leitprojekt "St. Wendeler Land steinreich: Beispiel für eine 2500jährige europäische Kulturgeschichte"

"Nur wer Vergangenheit hat, hat auch Zukunft", so Udo Recktenwald, Landrat des Landkreises St. Wendel, anlässlich der Auftaktveranstaltung für das "Steinreich-Projekt" am 14. Mai 2011 in der Europäischen Akademie Otzenhausen.

Wie die Vergangenheit im St. Wendeler Land ausgesehen hat, konnten die knapp 200 Besucher der Veranstaltung hautnah miterleben:

  • Keltische Krieger und Handwerker zogen in den großen Veranstaltungssaal der Akademie ein und vermittelten einen Eindruck des Lebens in unserer Region vor gut 2000 Jahren.
  • Römische Legionäre, gefolgt von zwei Sklaven mit einer fast mannshohen Weinamphore, gaben eine beeindruckende Demonstration der "Schildkröte", einer Kampfformation, der die Völker der Antike nichts Vergleichbares entgegenzusetzen hatten.
  • Die anschließende, stark religiös geprägte fränkische Epoche bot mehrere Mönche auf, darunter auch St. Wendelin, den Namensgeber unserer Region, sowie fränkische Krieger und Damen in zeittypischer Kleidung.
  • Ritter in voller Rüstung, Pilger und Edelleute erweckten die Zeit des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation zu neuem Leben.
  • Hieran schloss sich die Europäische Epoche (= Neuzeit) an, zu der die Akademie einen "echten" Grafen und sein Gefolge in aufwändig gearbeiteten Gewändern aus der Zeit des Barock begrüßte.

Da die Vergangenheit aber nicht nur aus "feinen Leuten" bestand, gaben sich auch Köhler aus Walhausen und Rötelkrämer aus Oberthal, Bauern und Bürger in epochentypischer Kleidung ein Stelldichein. Geschichte und Geschichten verwoben sich in den fachkundigen Kommentaren des Moderators und Ideengebers Dr. Manfred Peter, der historische Fakten mit kurzweiligen Anekdoten zu würzen wusste.


Wie reich die Geschichte des St. Wendeler Lands wirklich ist, war spätestens nach dieser Reise durch 2500 Jahre unserer Vergangenheit offensichtlich. Die Zeitreise zeigte auch auf, dass unsere Region niemals eine "Insel" gewesen ist, sondern schon immer vielfältige Einflüsse aus anderen europäischen Landstrichen aufgenommen hat. Dass auch die Zukunft im Austausch und im engeren Zusammenschluss europäischer Länder liege – darin war sich Landrat Recktenwald mit den Organisatoren einig. Werner Feldkamp, erster Vorsitzender der Kulturlandschaftsinitiative St. Wendeler Land (KuLanI), die das Projekt gemeinsam mit der Europäischen Akademie Otzenhausen gGmbH und FORUM EUROPA e.V. durchführt, sieht neben den ideellen längerfristig aber auch kulturtouristische Ziele. Die vielen einzelnen kulturellen Besonderheiten des St. Wendeler Landes sollen so miteinander verbunden werden, dass ein großes Ganzes entsteht, das Lust macht, die Region kulturtouristisch noch stärker zu entdecken.

Das Projekt wird fortgesetzt mit einer Seminarreihe, in der die "Schätze" der Region unter kulturhistorischen Gesichtspunkten aufgegriffen werden. Jeder Interessierte, ob Laie oder Fachmann, ist willkommen.

Presseartikel der Saarbrücker Zeitung vom 17.05.2011

Presseartikel der BILD Zeitung vom 16.05.2011