Kulturlandschaftsinitiative
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Gemeinsam das geotouristische Potential der Region nutzen - Treffen der Landräte in der KuLanI-Geschäftsstelle

Gemeinsam das geotouristische Potenzial des Saar-Nahe-Berglandes nutzen ist das Ziel der Landkreise St. Wendel, Birkenfeld, Kusel, Donnersbergkreis und Kaiserslautern. Dieses war das Ergebnis eines Treffens der Landräte in der KuLanI-Geschäftsstelle auf dem Wendelinushof am 31.05.2011. Der St. Wendeler Landrat Udo Recktenwald hatte die Landräte Dr. Matthias Schneider (Birkenfeld), Paul Junker (Kaiserslautern), Winfried Werner (Donnersbergkreis) Dr. Winfried Hirschberer (Kusel) eingeladen, um die Möglichkeiten einer gemeinsamen Erschließung der geologisch interessanten Großregion zu erörtern.

Ausgangspunkt dieses Treffens war der von der KuLanI und der Gemeinde Freisen im Herbst letzten Jahres organisierte Kooperationstag. Ursprünglich war das Ziel dieser Veranstaltung, das touristische Vermarktungskonzept der Freisener Achate mit den Nachbargemeinden in Rheinland-Pfalz abzustimmen. Die lebhafte Diskussion führte dazu, sich in einer Folgeveranstaltung dem Geotourismes-Potenzial der Großregion des Saar-Nahe- und Pfälzer Berglandes zu widmen. Dazu fand im Frühjahr eine Veranstaltung in Ulmet bei Kusel statt, bei der die Geologen Dr. Peter Walter und Dr. Jost Haneke mit zwei kompetenten Vorträgen das geotouristische Potenzial dieser Region und ihre Nutzungsmöglichkeiten aufzeigten. Sie konnten die zahlreich erschienen Vertreter aus der Region davon überzeugen, dass das Saar-Nahe- und Pfälzer Bergland das größte zusammenhängende Gebiet des Rotliegenden in Europa ist und mit seiner großen Vielfalt ein bemerkenswertes touristisches Entwicklungspotenzial aufweist.    

Die fünf Landräte waren sich grundsätzlich darin einig, mit dem Ziel der Erschließung dieses touristischen Entwicklungspotenzials zukünftig verstärkt zusammenzuarbeiten. In einem ersten praktischen Schritt werden die Landkreise in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Geologie und Bergbau in Rheinland-Pfalz bzw. dem Zentrum für Biodokumentation im Saarland die vorhandenen geologischen Besonderheiten und Attraktionen ermitteln. Die Art der zukünftigen Zusammenarbeit soll in einer Kooperationsvereinbarung festgelegt werden. Die Landräte waren sich einig darin, dass in einer ersten Phase keine zu hohen formalen Anforderungen der Zusammenarbeit gestellt werden dürfen. Es wurde ausdrücklich angemerkt, dass die formale Ausweisung eines Geoparks langfristig möglich sein kann, aber zunächst nicht als Zielsetzung festgelegt wird.