Kulturlandschaftsinitiative
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"Das geht nur langsam" am 22. März im NT Kino St. Wendel

Die KuLanI macht darauf aufmerksam, dass am Dienstag, 22. März um 20.00 Uhr im Neuen Theater in St. Wendel der Film „Das geht nur langsam“ von Gabi Heleen Bollinger gezeigt wird.

Der Film „Das geht nur langsam“ von Gabi Heleen Bollinger entstand im Rahmen des LEADER +-Projektes „Europäische Skulpturenstraße des Friedens“ in den Jahren von 2005 bis 2008 und wurde bis bis 2010 weiter aktualisiert. Er dokumentiert in beeindruckender Weise die erfolgreiche Umsetzung der von Professor Leo Kornbrust aufgegriffenen Idee des jüdischen Künstlers Otto Freundlich aus den 30er Jahren des vergangen Jahrhunderts.
Im offiziellen Begleittext zum Film heißt es hierzu:
„Er gehörte zum Kreis der Avantgardisten des Atelierhauses Bateau Lavoir. Otto Freundlich, der deutsche Maler und Bildhauer lebte und arbeitete in Paris. 1937 benutzten die National-sozialisten eine seiner frühen Kopfskulpturen für das Titelblatt des Katalogs zur Propagan-daausstellung „entartete Kunst“. Im Alter von fünfundsechzig Jahren wird er deportiert. Der Zug soll nach Polen in das Vernichtungslager Majdanek gefahren sein. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Otto Freundlich in Deutschland vergessen. Doch dann entdeckte der Bildhauer Leo Kornbrust das Vermächtnis des ermordeten Kollegen:
Zwei Skulpturenstraßen wollte Freundlich bauen – von Nord nach Süd, von Ost nach West – quer durch Europa. Seine konkrete Utopie einer Welt-Gemeinschaft. Freundlich nannte die Skulpturenstraßen „Straße der Brüderlichkeit“ und „Straße der Solidarität“. Leo Kornbrust hat das Vermächtnis angenommen und baut mit Kollegen seit vierzig Jahren eine „Straße des Friedens“. Eine Hommage für Otto Freundlich, dessen Schicksal Leo Kornbrust beschäftigt. Im Film ist er auf Spurensuche, trifft Menschen, die Freundlich vor den Nazis versteckten, erfährt, wie er verraten wurde, wo sein Leben zu Ende ging. Eine verlorene Spur wird wieder entdeckt, Skulpturen entstehen auf der „Straße des Friedens“. Eine nach der anderen. Ganz langsam wächst eine Idee.“

Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele an unserem Programm mitwirkende Akteure für dieses einmalige Dokument aus dem St. Wendeler Land Interesse zeigen und sich am Dienstag die Aufführung nicht entgehen lassen.